Du machst mich heute…

…fertig!

Aufwachen: Morgens um 6. Findest Du doof. Bist noch müde. (Ich erst recht, denn die Nacht war kurz.)

Frühstück. Doof. Du willst keinen Brei, sondern meine Cornflakes.
Bekommst Du aber nicht. Geschrei. Breischlacht. Dann eben nicht.

Vormittags mit Kinderwagen rausgehen. Auch doof. Du hast keine Lust auf Sitzenbleiben. Ich muss Dich anschnallen, weil Du so rumturnst. Erst recht doof. Also zurück.

Mittagessen. Stelle ich nicht rechtzeitig auf den Tisch. Wutgebrüll. Ich schwitze. Du isst. Gott sei Dank. Und ich? Hunger! Aber nichts (Fertiges) da. Kochen jetzt zu aufwändig. Du ningelst, bist müde.

Schnell ins Bett. Du schläfst schnell ein. Klar, in der Nacht warst Du ständig wach. Puh! Endlich Zeit für mich. Durchsuche den Kühlschrank, schnippele Gemüse, fange an zu kochen. Geschrei aus dem Schlafzimmer. Verdammt! Sonst schläfst Du doch auch länger!?

Immerhin lachst Du mich an, als ich Dich aus dem Bett nehme. Wickeln. Doof – wie immer. Eine Freundin ruft an. Dich interessiert das natürlich nicht – Mama soll gefälligst mit Dir spielen, jetzt! Ich verschiebe das Telefonat auf den Abend.

Vesper. Obstbrei? Doof. Du willst selbst essen. Gut, es gibt Obst. Damit bist Du zufrieden. Aber: Das dauert ewig… Du wirfst die kleinen Stückchen vom Tisch, die sind Dir zu popelig. Ich versuche, Dich zu füttern – will los. Wir sind noch mit einer Freundin verabredet.

Anziehen. Sowieso doof.

Endlich los. Diesmal mit Trage. Das ist besser. Bei der Freundin über den Tag ausheulen. Bei ihr war es heute auch nicht besser, ihre Tochter bekommt gerade Zähne. Ihr beiden Kleinen findet Euch heute gegenseitig doof. Die kleine Madame quietscht immer wieder ganz laut und hoch. Du heulst. Willst ihren Nuckel. Jetzt heult sie. Sie zieht Dir an den Haaren. Du kneifst ihr ins Gesicht. Anstrengend. Wir beschließen, lieber noch einmal eine Rund gemeinsam spazieren zu gehen. Du jammerst, bist müde, kannst aber nicht schlafen, weil Deine kleine Freundin viel zu interessant ist.

Zurück zu Hause. SMS von Papa: Es wird heute später. Na super. Ich mache Musik an. Das hilft immer. Du rockst durch die Bude. Ich mache in der Zeit Abendbrot.

Papa kommt. Freudengeschrei. Papa möchte aber erstmal duschen. Findest Du doof. Essen nur mit Mama? Doof.

Das war der Punkt, an dem ich aufgegeben habe. Ich warte, bis Papa fertig ist. Er soll jetzt übernehmen. Ich brauch ne Pause. Ich bin fertig.

(Wie der restliche Abend verlief? Tja… Zum „Dank“ bist Du bei Papa wie ausgewechselt. Isst ordentlich, plapperst fröhlich, lässt Dich sogar ohne allzu großen Protest wickeln und bettfertig machen. Das Einschlafen geht schnell. Papa sagt: „Mensch, der kleine Mann war aber heute gut drauf, oder!?“.)

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