Die erste Zeit als Mama: Hormonchaos, Gefühlsachterbahn und ein Hoch auf die Hebammen!

Wie versprochen, hier die „Fortsetzung“ zur Kinderwunschzeit, Schwangerschaft und Geburt – die Bruchlandung in der Realität…

Also, wie war sie so, die erste Zeit als frisch gebackene Mama? (Warum sagt man das eigentlich so: „frisch gebacken“?):

Vor allem geprägt von einem ordentlichen Gefühls- oder vermutlich vor allem Hormonchaos! Denn die kleinen Hormonbiester machen tolle Dinge…:

Bewirkten, dass ich trotz extrem wenig Schlaf (nicht nur, weil das Kind schlecht schlief, sondern auch, weil ich das Kind so gern im Schlaf beobachtete – auch mitten in der Nacht…) am nächsten Morgen einigermaßen fit aufwachte. Den Mann abgöttisch liebte und noch einmal richtiggehend verliebt in jede kleine Wesensart von ihm war. Und auch, dass ich sowas von verknallt in das Kind war. Anders kann man diese „dudududududuuuhuu-„Stimmung und die andauernden „Oooooh-schau-doch-mal-wie-süß!-Hast-du-das-eben-gesehen?-„Kommentare wohl nicht erklären.

Auf der anderen Seite waren die ersten Tage und Wochen (und vermutlich auch Monate – so genau weiß ich das inzwischen gar nicht mehr) wahnsinnig anstrengend. Ich war verunsichert und ängstlich und fragte mich viel zu häufig: „Mache ich alles richtig?“ oder: „Irgend etwas machen wir falsch, andere Babys schlafen nachts schon durch, unserer noch nicht einmal drei Stunden am Stück…“ oder – der Klassiker – „Verwöhnen wir ihn zu sehr?“.

Auch Gedankenspiralen, beginnend mit „Was, wenn…?“, fuhren vor allem abends in meinem Kopf wild Karrussel. Wenn der kleine Mann endlich einmal schlief, war meine Standardfrage: „Atmet er noch?“. Bei den ersten Spaziergängen, blieben wir alle paar Schritte stehen, um nachzusehen, ob es ihm gut geht. Abends schlichen wir im Minutentakt ins Schlafzimmer und schauten nach ihm, statt uns. Verrückt! Aber sicherlich waren auch daran die kleinen Hormonbiester schuld!

Eine tolle Unterstützung in dieser turbulenten ersten Zeit zu dritt war meine Hebamme! Sie bestärkte und lobte uns – und wir konnten unseren täglichen Fragenkatalog loswerden. Weiterlesen

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Das kleine große Glück

Manchmal bin ich zufrieden. Gut gelaunt. Ausgeglichen. Dann sehe ich sie: Die vielen kleinen Momente des großen Glücks. Diese kleinen großen Momente mit meinem kleinen Sohnemann (oder auch mal ohne ihn) möchte ich festhalten. Konservieren. Aufheben für graue Tage. Und mich immer wieder darüber freuen und daran erinnern, dass ich das ganz große Glück nicht suchen brauche.

Hier die kleinen großen Momente der letzten Tage. Schnappschüsse unseres Lebens:

∗ Du stehst verstrubbelt und mit Kissenabdruck auf der Wange im Bett, schaust Dich verstört um, schläfst noch halb und bist müde – aber wach, also rufst Du nach uns. Du siehst mich, lässt Dich sogleich auf den Bauch plumpsen, steckst die Arme unter den Bauch und wartest auf meine Hand, die Dich streicheln wird. Weiterlesen

Von dunkelgraublauschwarzen Tagen

Manchmal bin ich unzufrieden. Schlecht gelaunt. Miesepetrig. Dann sehe ich nur noch das halb leere Glas, die roten Ampeln, die griesgrämig dreinschauenden Menschen und selbst die Sonne blendet mich. Kennst Du bestimmt, solche Tage, oder?

Dabei ist doch das Glas auch halb voll, genau so viele Ampeln grün wie rot, es gibt eine Menge fröhlicher Leute und die Sonne scheint einfach herrlich!

Aber manchmal – ich kann meistens gar nicht erklären, wieso – sehe ich einfach alles eher dunkelgraublauschwarz und bin genervt. Alles ist doof: Das Leben im Allgemeinen und alles und jeder und sowieso. Die Suche nach dem großen Glück aussichtslos und vergebens. In solch einer miesen Stimmung kann ich laaaange verweilen und vor mich her suddern. Meistens so lange, bis der Mann gehörig genervt davon ist und mich einmal ordentlich anraunzt.

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Kinderwunsch, Schwangerschaft und … Bruchlandung in der Realität

Warum bekommen wir Kinder?

Einige aus romantischen Gründen (als „Krönung der Liebe“ oder als „Liebesbeweis“), aber der Großteil entscheidet sich vermutlich aus weniger kitschigen Gründen für Kinder. Vielleicht, weil der Partner ein Kind möchte, vielleicht, weil er sie meint, die biologische Uhr ticken zu hören, vielleicht sogar aus Unzufriedenheit mit dem bisherigen Leben oder auch, um nicht mehr alleine zu sein. Vielleicht aus einer tiefen Sehnsucht und dem Wunsch heraus, Mutter sein zu wollen. Ob einem solch tiefer liegende Wurzeln bewusst sind, glaube ich nicht. Irgendwann ist bei den meisten das Bauchgefühl einfach stärker als die Vernunft und praktische Bedenken (Jobängste, Geldsorgen, Angst vor der Verantwortung,…).

Bei uns war es so: Weiterlesen