„Mein Kind schläft durch.“

Dieser Satz bringt mir bei anderen Müttern gleich alter oder jüngerer Kinder meistens Neid, Wut, Missgunst und Mordgedanken ein. Und das kann ich gut verstehen.

Denn auch mein Kind war lange Zeit ein schlechter Schläfer, brauchte lange zum Einschlafen und wachte regelmäßig mehrmals pro Nacht auf. Aber nun schläft er durch. (Meistens zumindest, denn natürlich gibt es immer wieder Nächte oder auch Phasen, wo der kleine Mann nicht gut schläft.)

Wie es dazu kam, werde ich gern hier berichten und damit dem Aufruf zur Blogparade # Babyschlaf von Ulrike nachkommen. Weiterlesen

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Du machst mich heute…

…aggressiv!
Darf man frau das sagen? Überhaupt denken? Dass man das eigene Kind gerade am liebsten hochkant aus dem Fenster werfen würde? Dass es schier unglaublicher Anstrengung und Selbstbeherrschung bedarf, es vor Überforderung, Müdigkeit und Genervtheit nicht anzuschreien?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir heute so geht.

Du hast die Nacht um vier Uhr für beendet erklärt. Warst hellwach. Ich nicht. Ich hatte bis dahin dreieinhalb Stunden geschlafen. Streicheln? Willst Du nicht. Energisch schiebst Du meine Hand weg. Zu mir ins Bett? Schreien. Nachtlampe anmachen? Weinen. Wieder aus? Schreien.

Irgendwie schlafen wir beide nach einem zweistündigen Hin und Her ein. Eine Stunde später Weiterlesen

Seit Du da bist…

…fahre ich viel seltener Auto.

…fahre ich Fahrrad nur noch im Schneckentempo und häufig auf dem Fußweg – aus Sorge, ein Auto könnte uns zu knapp überholen oder der Anhänger könnte umkippen.

…benutze ich meine (winzige) Lieblingshandtasche nicht mehr.

…koche ich häufiger. Und gesünder.

…höre ich weniger (meine) Musik.

…singe ich viel häufiger (seine Musik).

…habe ich Angst vor Autounfällen, übersehenen Treppenstufen, giftigen Beeren, unangeleinten Hunden, lebensbedrohlichen (Schnupfen-)Krankheiten, üblen Keimen und Bakterien, Kieselsteinchen, die nur so rufen „Verschluck mich!“,…

…schlucke ich meine Bedenken herunter und lasse ich den kleinen Mann trotzdem alles Mögliche selbst ausprobieren.

…kenne ich alle Spielplätze in der Umgebung. Vor allem die mit Schaukeln.

…weiß ich, welche Bäcker fein gemahlene Vollkornbrote haben.

…duze ich den Verkäufer vom Bäcker in unserem Kiez.

…weiß ich, dass unsere älteste Nachbarin sechs Enkelkinder hat, die alle weit weg wohnen.

…habe ich selten komplett saubere Klamotten an.

…habe ich meine Fähigkeit, den überquillenden Wäschekorb zu ignorieren, perfektioniert – bis ich die letzte saubere Hose aus dem Schrank nehme.

…wird die Milch nicht mehr schlecht.

Urlaubsglück

Das hat mich glücklich gemacht – das war schön und bleibt im Gedächtnis:

  • Die Vormittage ganz allein für mich: Der Mann spielte nach dem Frühstück mit dem Kind und ich verzog mich mit einem Kaffee und einem Buch auf die Terasse!
  • Autofahren mit Sonnenbrille.
  • Der Ausblick von unserer Ferienwohnung.
  • Ein neuer Lippenstift.
  • Mein „Chauffeur“. Entspannt im Auto sitzen, raus schauen und nicht auf dem Weg achten müssen. Meinem Mann ein Ziel vorschlagen können und er fährt uns dort hin.
  • Zum ersten Mal das Meer und den Strand zeigen können. Das Staunen vom kleinen Mann („ooohhhh“). Ihn zum ersten Mal in den Sand setzen (war ihm Weiterlesen

Glückskinder

Sicher kennst Du das auch, oder?:

Dieses permanente Sich-Selbst-In-Frage-Stellen und das andauernde Überdenken der eigenen Erziehungsmethoden und aller klitzekleinsten Entscheidungen das Kind betreffend. Mir geht es zumindest so. Ständig. Die Frage „Mache ich es wirklich richtig so?“ ist mein ständiger Begleiter seit der kleine Mann da ist.

Darf er einen Nuckel haben? In welchen Situationen und bis zu welchem Alter bekommt er ihn? Wann beginnen wir mit Brei? Selber kochen? Und wenn mir das zu aufwändig ist, was ist an gekauften Breigläschen so verkehrt (oder ist es nur das Bild, das andere dann von mir haben könnten)? Wie wollen wir schlafen? Kind in unserem Bett? Und wird er sich einsam fühlen, wenn er neben uns im eigenen Bett schläft? Oder gar im eigenen Zimmer? Wird sein Vertrauen zu uns und unsere Beziehung darunter leiden? Sofort bei jedem Quietschen hingehen und trösten (Schließlich soll und möchte man sein Kind doch nicht weinen lassen – schon gar nicht allein!) oder kurz abwarten (Kinder müssen auch lernen, sich selbst zu regulieren und zu beruhigen!? Außerdem soll er doch auch lernen, dass andere Personen auch Bedürfnisse haben)? Wie reagieren, wenn er sich weh getan hat? Wie, wenn er „bockig“ ist? Wann ist ein „Nein“ nötig und sinnvoll und wann kann ich darüber hinweg sehen? Wie schlimm ist es, wenn mir die Geduld ausgeht? Wird er Weiterlesen

Bin dann mal weg…

…und zwar im Urlaub!

Ich freue mich schon sehr auf die Zeit zu Dritt, aber: Ich bin auch etwas melancholisch. Denn wenn wir aus dem Urlaub zurück kommen, startet die Eingewöhnung in die Kita… Und kurze Zeit später, werde ich wieder arbeiten gehen…

Nächste Woche werde ich mich trotzdem hier melden – das Tablet nehme ich mit.

Euch und Euren Familien wünsche ich wunderbare Osterfeiertage!

Mein kleines großes Kleinkind…

Mein liebes großes Kleinkind,

sind wirklich erst 14 Monate vergangen, seitdem Du da bist??? Die Zeit „vor Dir“ ist so unendlich lange her… Du bist in unser Leben gekommen, hast es einmal (ach was, 418 Mal!) ordentlich durcheinander gewürfelt und komplett auf den Kopf gestellt. Und weißt Du was? Ich liebe es so! Du machst mich glücklich.

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich war vorher nicht unglücklich, aber es gab diese Sehnsucht in mir und eine große Lücke, die ich nie genau benennen konnte. Du machst mich vollständiger. Und Du hast mich „geerdet“, indem Du mir Tag für Tag zeigst, worauf es wirklich ankommt im Leben. Seit Du da bist, gibt es eine große Ruhe und Zufriedenheit in mir.

Ich bin heute etwas melancholisch… (Ach, wirklich? Fast nicht bemerkt, ne?!)

Du, „kleiner“ Mann, bist schon so groß! Schon lange kein Baby mehr! Alles möchtest Du alleine machen… Vom morgendlichen Zähne putzen (Ein Kampf! Du möchtest Dir partout nicht helfen lassen, aber alleine ist es mir einfach noch nicht gründlich genug.) bis zum abendlichen Schlafen gehen (Auch da gibt es in letzter Zeit immer Protest, sobald Du merkst, dass wir Dich ins Bett bringen wollen. Ist das nicht erst bei älteren Kindern so???).

Beim Essen forderst Du Dein eigenes Besteck ein – auch wenn Du meistens gar nicht damit isst, weil Du zu ungeduldig bist und dann doch lieber gefüttert werden möchtest. Aber, was auf dem Löffel landet, möchtest Du bitteschön selbst bestimmen! Zu wenig Fleisch auf der Gabel? Dann nimmst Du Dir mit den Fingern ein Stückchen vom Teller und legst es auf das Besteck. Erst dann geht Dein Mund auf. Du magst heute nicht so viele Erbsen? Schwups, werden zwei vom Löffel gepickt. Weiterlesen