Es gibt uns noch, aber…

Das war ja absehbar: Der kleine Mann ist wieder krank… Nach den ersten Kita-Wochen nur eine Frage der Zeit.

Nachdem ich mich schon fast an meine freien Vormittage gewöhnt hatte, komme ich aktuell – und wie gewohnt mit Kind – zu gar nichts. Emil hat Fieber, liegt jammernd und jämmerlich auf dem Sofa. Oder im Bett. Oder in meinem Bett. Oder auf einem Stapel Decken auf dem Küchenboden. Moment – auf dem Fußboden? Ja. Sobald ich mich weiter als zwei Schritte von ihm entferne, fängt er an zu schluchzen und kläglich „Mama“ zu rufen. Er versucht, aufzustehen, ist dann aber zu schlapp, um mir hinterher zu laufen. Also nehme ich ihn immer in den Raum mit, in dem ich mich gerade aufhalte und lasse ihn sich auf das jeweilige provisorische Bett legen. Und da es in unserer Küche weder Sofa noch Bett gibt… (Fragt bloß nicht, wie ich auf Toilette gehe…!)

Deshalb ist es hier gerade etwas ruhig.

Was gibt es ansonsten zu berichten? Nicht viel. Ich hoffe, dass der kleine Mann schnell wieder gesund wird. Zum einen natürlich, damit es ihm rasch wieder besser geht, zum anderen aber auch – ganz egoistisch – damit ich meine letzten freien Tage noch etwas genießen kann! Denn Montag geht es wieder los bei mir… Ich bin schon fürchterlich aufgeregt und auch etwas besorgt, wie es wohl werden wird, so als working mom…

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Kita-Update: Kind ist eingewöhnt, Mama braucht noch Zeit

Hier und hier schrieb ich bereits über die ersten beiden Wochen der Kita-Eingewöhnung – und inzwischen geht der kleine Mann nun die vierte Woche in die Kinderkrippe.

Nun ja, was soll ich sagen? Ich wage kaum, es laut auszusprechen oder gar zu schreiben: Es läuft! Und zwar sehr, sehr gut. Es ist fast langweilig, davon zu berichten, denn nach den ersten Trennungsversuchen, dem ersten Mal Essen in der Kita-Gruppe und dem ersten Spielplatzbesuch klappte auch der erste Mittagsschlaf in der Krippe problemlos. Und jeder weitere.

Ich bin noch immer geflasht und unglaublich stolz auf den kleinen Mann, dass er alles so toll mitmacht! Eigentlich hatte ich mich auf eine harte Zeit für uns beide eingestellt und aller-, allerspätestens beim Schlafen mit Schwierigkeiten gerechnet – aber nein…

Natürlich ist es sehr beruhigend, dass es so gut läuft! Manchmal frage ich mich: Was wäre, wenn das nicht so wäre? Wenn ich die Erzieher furchtbar fände? Oder die anderen Kinder ätzend wären? Oder der kleine Mann sich einfach nicht wohl fühlen würde? Hier ist doch schließlich jeder froh, überhaupt einen Betreuungsplatz zu bekommen! Weiterlesen

Loslassen.

Die erste Woche der Kita-Eingewöhnung lief sehr gut und so war ich umso gespannter, wie die zweite Woche – mit Mittagessen und eventuell auch schon Mittagsschlaf – verlaufen würde…

Montag Morgen: Aufgeregt fuhr ich mit dem kleinen Mann in die Kita. Ich machte mir ein bisschen Gedanken, wie er nach dem langen Wochenende reagieren würde, wenn ich nach einigen Minuten den Raum verlassen würde – für ganze zwei Stunden! Seine Erzieherin meinte nämlich, da es in der letzten Woche so gut geklappt hätte, könnten wir ruhig so weiter machen, wie an seinem letzten Krippentag…

Aber meine Sorge schien unbegründet – vorerst…

Beim Ankommen freute sich der kleine Mann schon sehr und konnte es kaum abwarten, ausgezogen zu werden, um dann ganz schnell im Spielzimmer zu verschwinden. Ein Blick zurück zu mir? Fehlanzeige. Ich begleitete ihn dennoch mit in den Raum, unterhielt mich etwas mit der Erzieherin und beobachtete mein spielendes Kind. Die Erzieherin nickte mir zu, ich könne mich nun von dem kleinen Mann verabschieden. Um ehrlich zu sein, dachte ich in dem Moment etwas zickig: „Ja, ja, ist ja gut, ich verschwinde schon…“. Aber zugeben und mir anmerken lassen, dass ich solch eine Glucken-Mama bin, die offensichtlich größere Schwierigkeiten hat, loszulassen, als das Kind selbst – das wollte ich nun auch nicht. Also schickte ich mich an, zu gehen. Ich sagte dem kleinen Mann „Tschüß! Mama geht jetzt. Ich komme aber wieder und hole Dich ab.“, er winkte und spielte weiter. Ts…

Aber… Weiterlesen

Glück.

  • Deine Hand in meiner.
  • Dein Blick, wenn Du etwas zum ersten Mal geschafft hast – voller Stolz und Überraschung.
  • Du krabbelst mir auf beiden Unterarmen entgegen, weil Du in jeder Hand einen kleinen Schatz hast, den Du nicht loslassen und mir zeigen möchtest (und mit denen Du es nicht geschafft hast, aufzustehen).
  • Das Kuscheln heute Morgen im Bett, ganz ruhig, ganz eng.
  • Dein Blick zu mir, bevor Du alleine aufstehst und losläufst, der zu sagen scheint: „Siehst Du das, Mama, wie toll ich das schon mache?!“.
  • Du läufst los, drehst Dich nach einigen Schritten zu mir um und lachst mir verschmitzt über die Schulter zu. Ich frage, ob ich Dich fangen soll. Du läufst jauchzend weiter.
  • Dein heftige Nicken, weil Du Hunger hast und ich Dich frage, ob Du etwas essen möchtest.
  • Du „rennst“ mir mit ausgestreckten Armen entgegen und lässt Dich in meine Arme fallen, die Dich auffangen, hoch heben und herum wirbeln. Du lachst.
  • Dein „zu-Boden-Kuscheln-und-Küssen“.
  • „Mama“-Rufe.

Tiefenentspannt

Die erste Woche der Kita-Eingewöhnung liegt hinter uns und ich könnte schon wieder einen Monolog – von wegen, wie die Zeit vergeht…, wie groß der kleine Mann schon ist… – starten, lasse es aber lieber.

Wie es lief? Was soll ich sagen… Nahezu perfekt!

Ich bin fürchterlich stolz darauf, wie offen und fröhlich der kleine Mann ist. Das war ich schon immer, aber es von Personen bescheinigt zu bekommen, die so viele Vergleiche mit anderen, gleichaltrigen Kindern haben, ist toll.

Und ich bin sehr beruhigt, dass sich mein erster positiver Eindruck der Kita bestätigt hat. Ich mag das Personal und vor allem „seine“ Erzieherin* sehr gerne, die Kindergruppe ist süß und nicht zu groß. Außerdem gibt es Unmengen von interessantem Spielzeug und gute zusätzliche Musik- und Sportangebote.

Am ersten Tag bin ich mit dem kleinen Mann gemeinsam dort geblieben, habe mich aber im Hintergrund gehalten. Schon da merkten wir, dass er sich wohlfühlt: Ich war abgeschrieben, er spielte gemeinsam mit seiner Erzieherin mit dem Spielzeug und ging ohne Scheu auf die anderen Kinder zu. Nur ab und zu schaute er zu mir hinüber, um dann gleich weiter zu spielen.

Es lief gut und so beschlossen wir (gemeinsam! – auch das gefällt mir sehr gut), dass wir am nächsten Tag einen ersten Trennungsversuch wagen würden. Eine halbe Stunde. Ich ging also mit dem kleinen Mann ins Spielzimmer, blieb einige Minuten, verabschiedete mich dann kurz von ihm, er winkte mir mit seiner Erzieherin gemeinsam hinterher und ich ging. Vor der Tür lauschte ich angestrengt. Nichts. Ich setzte mich in den Eingangsbereich der Kita, starrte auf mein Telefon und wartete. Gespannt schlich ich mich nach 25 Minuten vor die Gruppentür und lauschte wieder.
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