Das kleine große Glück im Alltag finden – die Nadel(n) im Heuhaufen…

Der Alltag hält uns mit festem Griff gefangen. Manchmal kommt mir jeder Tag gleich vor, wie in einem ewigen Hamsterrad: Aufstehen, Arbeiten, Spielplatz, Abendessen, Ins-Bett-bringen, Arbeiten oder Fernsehen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten,…

Es ist anstrengend und die Sonne fehlt mir. Ich mag diese graue Jahreszeit nicht, bekomme schon zum Sommerende Herbstdepressionen. Gibt es das? Herbstdepressionen? Wie Frühjahrsmüdigkeit?

Ich arbeite, kümmere mich um den kleinen Mann, esse und schlafe. Ganz mechanisch, es funktioniert, aber es macht keinen Spaß. Die Zeit rast, das Leben fliegt vorbei.

Du merkst schon: In den letzten Wochen war ich oft unzufrieden, gestresst und trübsinnig.

Aber damit ist jetzt Schluss!

Ich habe beschlossen, damit aufzuhören: Weiterlesen

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Glück.

  • Deine Hand in meiner.
  • Dein Blick, wenn Du etwas zum ersten Mal geschafft hast – voller Stolz und Überraschung.
  • Du krabbelst mir auf beiden Unterarmen entgegen, weil Du in jeder Hand einen kleinen Schatz hast, den Du nicht loslassen und mir zeigen möchtest (und mit denen Du es nicht geschafft hast, aufzustehen).
  • Das Kuscheln heute Morgen im Bett, ganz ruhig, ganz eng.
  • Dein Blick zu mir, bevor Du alleine aufstehst und losläufst, der zu sagen scheint: „Siehst Du das, Mama, wie toll ich das schon mache?!“.
  • Du läufst los, drehst Dich nach einigen Schritten zu mir um und lachst mir verschmitzt über die Schulter zu. Ich frage, ob ich Dich fangen soll. Du läufst jauchzend weiter.
  • Dein heftige Nicken, weil Du Hunger hast und ich Dich frage, ob Du etwas essen möchtest.
  • Du „rennst“ mir mit ausgestreckten Armen entgegen und lässt Dich in meine Arme fallen, die Dich auffangen, hoch heben und herum wirbeln. Du lachst.
  • Dein „zu-Boden-Kuscheln-und-Küssen“.
  • „Mama“-Rufe.

Urlaubsglück

Das hat mich glücklich gemacht – das war schön und bleibt im Gedächtnis:

  • Die Vormittage ganz allein für mich: Der Mann spielte nach dem Frühstück mit dem Kind und ich verzog mich mit einem Kaffee und einem Buch auf die Terasse!
  • Autofahren mit Sonnenbrille.
  • Der Ausblick von unserer Ferienwohnung.
  • Ein neuer Lippenstift.
  • Mein „Chauffeur“. Entspannt im Auto sitzen, raus schauen und nicht auf dem Weg achten müssen. Meinem Mann ein Ziel vorschlagen können und er fährt uns dort hin.
  • Zum ersten Mal das Meer und den Strand zeigen können. Das Staunen vom kleinen Mann („ooohhhh“). Ihn zum ersten Mal in den Sand setzen (war ihm Weiterlesen

Mein kleines großes Kleinkind…

Mein liebes großes Kleinkind,

sind wirklich erst 14 Monate vergangen, seitdem Du da bist??? Die Zeit „vor Dir“ ist so unendlich lange her… Du bist in unser Leben gekommen, hast es einmal (ach was, 418 Mal!) ordentlich durcheinander gewürfelt und komplett auf den Kopf gestellt. Und weißt Du was? Ich liebe es so! Du machst mich glücklich.

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich war vorher nicht unglücklich, aber es gab diese Sehnsucht in mir und eine große Lücke, die ich nie genau benennen konnte. Du machst mich vollständiger. Und Du hast mich „geerdet“, indem Du mir Tag für Tag zeigst, worauf es wirklich ankommt im Leben. Seit Du da bist, gibt es eine große Ruhe und Zufriedenheit in mir.

Ich bin heute etwas melancholisch… (Ach, wirklich? Fast nicht bemerkt, ne?!)

Du, „kleiner“ Mann, bist schon so groß! Schon lange kein Baby mehr! Alles möchtest Du alleine machen… Vom morgendlichen Zähne putzen (Ein Kampf! Du möchtest Dir partout nicht helfen lassen, aber alleine ist es mir einfach noch nicht gründlich genug.) bis zum abendlichen Schlafen gehen (Auch da gibt es in letzter Zeit immer Protest, sobald Du merkst, dass wir Dich ins Bett bringen wollen. Ist das nicht erst bei älteren Kindern so???).

Beim Essen forderst Du Dein eigenes Besteck ein – auch wenn Du meistens gar nicht damit isst, weil Du zu ungeduldig bist und dann doch lieber gefüttert werden möchtest. Aber, was auf dem Löffel landet, möchtest Du bitteschön selbst bestimmen! Zu wenig Fleisch auf der Gabel? Dann nimmst Du Dir mit den Fingern ein Stückchen vom Teller und legst es auf das Besteck. Erst dann geht Dein Mund auf. Du magst heute nicht so viele Erbsen? Schwups, werden zwei vom Löffel gepickt. Weiterlesen

Und, wie ist es so, mit Kind? – Teil 2

Als meine Freundin M. mich neulich bei einem Treffen fragte, wie es so sei, das Leben mit Kind, und mich um die ehrliche Schilderung eines typischen Tages bat, erzählte ich ihr hier, wie stressig und anstrengend manche Tage mit dem kleinen Mann sind.

Aber: Oft ist es anders. Meistens sogar. Stressig – ja. Anstrengend – auch. Aber vor allem einfach nur schön. Lustig. Voller kleiner großer Glücksmomente. Ich muss sie nur sehen wollen! Denn mal ehrlich: Wie der Tag läuft (oder vielmehr, wie ich ihn wahrnehme!) hängt zu einem großen Stück von mir, meiner Geduld und dem Grad meiner Ausgeschlafenheit ab.

Deshalb, liebe M., nun noch einmal: Die Schilderung eines normalen Tages mit dem kleinen Mann…:

Die Nacht war gut, gelb-grün. Aber eher grün, denn der kleine Mann ist nur einmal richtig aufgewacht und hat sich schnell von mir beruhigen lassen. Abgesehen von dieser kurzen Unterbrechung habe ich gut geschlafen. Halb 7 ruft er nach mir. Dieses gemurmelte und noch verschlafene „Mama“ ist so süß, dass ich grinsen muss.

Ich hole das Kind in mein Bett und lasse ihn mit dem Wecker spielen. Ab und an kuschelt er sich kurz an mich heran und macht dazu „mmmmm“. Ich könnte ihn fressen, so sehr liebe ich dieses Brummeln. Gerade an mich gelehnt, beginnt der kleine Mann zu drücken. Boah, stinkt das! Das findet auch der kleine Mann und macht laut „puuuuh“. Wir müssen beide kichern. Weiterlesen

Das kannst Du schon (März 2015):

  • mit Deinem Lauflernwagen in einem Affenzahn durch die Wohnung flitzen.
  • rasend schnell krabbeln.
  • „Verstecken“ und „Fangen“ spielen und dabei vor Freude kreischen.
  • Tiergeräusche nachahmen. Treffsicher bist Du dabei allerdings noch nicht: Oft rufst Du beim Spazieren laut: „määääh“ und zeigst auf einen Hund (was meistens für herzliche Lacher der Hundebesitzer sorgt). Wenn ich aber „Hund“ sage, dann kommt ein „wauwau“ von Dir. Auch auf Deine Kuscheltiere, das Quietscheentchen, oder die Käfer in Deinem Bilderbuch machst Du mich mit „mäh“ aufmerksam. Alle Vögel und Federvieh machen „nagnagnag“ – das ist schonmal nicht so verkehrt.
  • mit uns kuscheln. (Dann heißt es: schnell intensiv genießen! Denn nach drei Sekunden springst Du wieder auf und hast Besseres zu tun…) Weiterlesen

Das kleine große Glück

Manchmal bin ich zufrieden. Gut gelaunt. Ausgeglichen. Dann sehe ich sie: Die vielen kleinen Momente des großen Glücks. Diese kleinen großen Momente mit meinem kleinen Sohnemann (oder auch mal ohne ihn) möchte ich festhalten. Konservieren. Aufheben für graue Tage. Und mich immer wieder darüber freuen und daran erinnern, dass ich das ganz große Glück nicht suchen brauche.

Hier die kleinen großen Momente der letzten Tage. Schnappschüsse unseres Lebens:

∗ Du stehst verstrubbelt und mit Kissenabdruck auf der Wange im Bett, schaust Dich verstört um, schläfst noch halb und bist müde – aber wach, also rufst Du nach uns. Du siehst mich, lässt Dich sogleich auf den Bauch plumpsen, steckst die Arme unter den Bauch und wartest auf meine Hand, die Dich streicheln wird. Weiterlesen

Kinderwunsch, Schwangerschaft und … Bruchlandung in der Realität

Warum bekommen wir Kinder?

Einige aus romantischen Gründen (als „Krönung der Liebe“ oder als „Liebesbeweis“), aber der Großteil entscheidet sich vermutlich aus weniger kitschigen Gründen für Kinder. Vielleicht, weil der Partner ein Kind möchte, vielleicht, weil er sie meint, die biologische Uhr ticken zu hören, vielleicht sogar aus Unzufriedenheit mit dem bisherigen Leben oder auch, um nicht mehr alleine zu sein. Vielleicht aus einer tiefen Sehnsucht und dem Wunsch heraus, Mutter sein zu wollen. Ob einem solch tiefer liegende Wurzeln bewusst sind, glaube ich nicht. Irgendwann ist bei den meisten das Bauchgefühl einfach stärker als die Vernunft und praktische Bedenken (Jobängste, Geldsorgen, Angst vor der Verantwortung,…).

Bei uns war es so: Weiterlesen

Wir hätten Dich sonst sehr vermisst!

Liebes kleines Lieblingskind!

Morgen wirst Du ein Jahr alt. Ein ganzes Jahr bist Du nun schon da. Unvorstellbar kurz. Unvorstellbar lange. Auf jeden Fall ist eines ganz und gar unvorstellbar: ein Leben ohne Dich kleines Wuselchen!

Vor einem Jahr saßen Papa und Mama abends auf dem Sofa, schmusten, schauten belanglose Sendungen im Fernsehen – ich hatte schon jeden Tag ordentliche Wehen – und warteten. Weiterlesen