Liebes Kind, böses Kind

Kennst Du die Situation, wenn das eigene Kind sich gerade einmal „daneben benimmt“ und neben Dir eine andere Mama mit offensichtlich „wohl erzogenem“ und „bravem“ Kind steht? Ganz heimlich schleicht sich dann manchmal etwas Neid – oder zumindest leichtes Unwohlsein – in meinen Kopf herein.

Aber Stopp, Halt! Stell Dir vor, die andere Mutter neben Dir bin ich, mit dem kleinen Mann.

Was denkst Du von meinem Kind?:

In der Kita. Das Kind hat beim Abholen einen Nervenzusammenbruch, weil es nicht mehr mit dem heiß geliebten Puppenwagen spielen darf, sondern sich anziehen und mit mir mitkommen soll. Es heult, schreit, bleibt auf dem Boden sitzen und lässt sich nur unter Wutgeschrei von der Stelle bewegen. Endlich an der Garderobe angekommen trifft mich der verständnislose Blick einer anderen Mutter, dessen Kind Weiterlesen

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Die erste Zeit als Mama: Hormonchaos, Gefühlsachterbahn und ein Hoch auf die Hebammen!

Wie versprochen, hier die „Fortsetzung“ zur Kinderwunschzeit, Schwangerschaft und Geburt – die Bruchlandung in der Realität…

Also, wie war sie so, die erste Zeit als frisch gebackene Mama? (Warum sagt man das eigentlich so: „frisch gebacken“?):

Vor allem geprägt von einem ordentlichen Gefühls- oder vermutlich vor allem Hormonchaos! Denn die kleinen Hormonbiester machen tolle Dinge…:

Bewirkten, dass ich trotz extrem wenig Schlaf (nicht nur, weil das Kind schlecht schlief, sondern auch, weil ich das Kind so gern im Schlaf beobachtete – auch mitten in der Nacht…) am nächsten Morgen einigermaßen fit aufwachte. Den Mann abgöttisch liebte und noch einmal richtiggehend verliebt in jede kleine Wesensart von ihm war. Und auch, dass ich sowas von verknallt in das Kind war. Anders kann man diese „dudududududuuuhuu-„Stimmung und die andauernden „Oooooh-schau-doch-mal-wie-süß!-Hast-du-das-eben-gesehen?-„Kommentare wohl nicht erklären.

Auf der anderen Seite waren die ersten Tage und Wochen (und vermutlich auch Monate – so genau weiß ich das inzwischen gar nicht mehr) wahnsinnig anstrengend. Ich war verunsichert und ängstlich und fragte mich viel zu häufig: „Mache ich alles richtig?“ oder: „Irgend etwas machen wir falsch, andere Babys schlafen nachts schon durch, unserer noch nicht einmal drei Stunden am Stück…“ oder – der Klassiker – „Verwöhnen wir ihn zu sehr?“.

Auch Gedankenspiralen, beginnend mit „Was, wenn…?“, fuhren vor allem abends in meinem Kopf wild Karrussel. Wenn der kleine Mann endlich einmal schlief, war meine Standardfrage: „Atmet er noch?“. Bei den ersten Spaziergängen, blieben wir alle paar Schritte stehen, um nachzusehen, ob es ihm gut geht. Abends schlichen wir im Minutentakt ins Schlafzimmer und schauten nach ihm, statt uns. Verrückt! Aber sicherlich waren auch daran die kleinen Hormonbiester schuld!

Eine tolle Unterstützung in dieser turbulenten ersten Zeit zu dritt war meine Hebamme! Sie bestärkte und lobte uns – und wir konnten unseren täglichen Fragenkatalog loswerden. Weiterlesen